Schwarzenbergischer Schwemmkanal
Der Schwarzenbergische Schwemmkanal zählt zu den bedeutendsten technischen Denkmälern des Böhmerwaldes. Im Jahr 1774 präsentierte der Forstingenieur Josef Rosenauer Fürst Schwarzenberg seinen visionären Plan: Das Holz aus den damals schwer zugänglichen Wäldern sollte auf dem Wasserweg über die Große Mühl und die Donau bis nach Wien transportiert werden. Dort wurde Brennholz aufgrund des raschen Wachstums der Stadt dringend benötigt.
Mit dem Bau des Kanals wurde 1789 begonnen. Als besondere technische Meisterleistung galt die Überwindung der auf rund 790 Metern gelegenen kontinentalen Wasserscheide zwischen den Flusssystemen von Moldau und Donau. Durch ein ausgeklügeltes System aus Bächen, Schleusen und künstlich angelegten Kanalabschnitten konnten über viele Jahrzehnte große Mengen Holz aus dem Böhmerwald abtransportiert werden.
Heute ist der historische Schwemmkanal ein beliebtes Ausflugsziel. Bei den Schauschwemmen im Sommer wird die einstige Arbeit der Holzknechte wieder lebendig und für Besucherinnen und Besucher anschaulich erlebbar gemacht.
Mehr dazu auf: schwarzenbergischer-schwemmkanal.at/schauschwemmen
(Bildquelle: TV Böhmerwald)

