Kreativkiste - Samenbomben

Kleine Kugel mit großer Wirkung

Bienen, Schmetterlinge und viele andere Insekten brauchen blühende Pflanzen als Nahrungsquelle. Doch solche Plätze werden immer seltener. Mit selbstgemachten Samenbomben kannst du ganz einfach helfen, neue Blühflächen zu schaffen und die Biodiversität zu unterstützen. Samenbomben sind eine einfache Möglichkeit, kahle oder wenig bepflanzte Flächen in blühende Lebensräume zu verwandeln.

Blumen zaubern mit Samenbomben

Die Kugeln wirken wie ein kleines Schutzpaket für die Samen. Die Erde schützt die Samen vor Wind und davor, von Vögeln gefressen zu werden, Regen und Feuchtigkeit lösen die Kugel langsam auf und die Samen beginnen zu keimen, sobald sie genug Wasser und Licht bekommen. So können Pflanzen auch an Orten wachsen, an denen sie sonst kaum eine Chance hätten.

Wertvolle Erfahrung für Kinder

Das Herstellen von Samenbomben ist eine wertvolle sinnliche Erfahrung: Kinder spüren beim Mischen, Kneten und “Gatschen” unterschiedliche Materialien wie Erde und Lehm, trainieren dabei ihre Feinmotorik und nehmen natürliche Gerüche bewusst wahr. Gleichzeitig fördert das Beobachten der Samen und späteren Pflanzen das Sehen und die Neugier. So entsteht ein ganzheitliches Erlebnis, das Bewegung, Wahrnehmung und Naturverständnis spielerisch verbindet.

 

Und das Beste: Die kleinen Kugeln sind schnell gemacht, machen richtig Spaß und bringen schon bald bunte Blumen hervor. Sie sind außerdem auch perfekt als kleines Geschenk oder Mitbringsel geeignet.

Das braucht ihr

  • 2 Teelöffel Blumensamen (bienenfreundliche, heimische Mischung mit z.B. Margeriten, Mohn, Ringelblumen, Kornblumen, Sonnenblumen etc.)
  • 250 g möglichst fein strukturierte Erde (z.B. Anzuchterde)
  • 150 g Lehmpulver oder Tonerde (damit alles besser zusammenhält)
  • ca. 50ml Wasser (je nach Art der Erde)
  • Ein Gefäß zum Mischen (Eimer, Schüssel oder dgl.)

 

Tipp: Je feiner die Erde, desto leichter lassen sich schöne Kugeln formen. Mit etwas Lehmpulver halten deine Samenbomben besonders gut.

Das braucht ihr

So geht’s

  1. Erde vorbereiten
    Zerbrösele die Erde gut und entferne grobe Stücke. So wird sie schön fein und lässt sich besser verarbeiten.
     
  2. Mischen
    Vermische die Erde mit dem Lehmpulver bzw. der Tonerde.
     
  3. Samen hinzufügen
    Gib die Samen dazu und mische alles vorsichtig durch.
     
  4. Wasser dazugeben
    Füge nach und nach etwas Wasser hinzu, bis eine formbare, leicht klebrige Masse entsteht.
     
  5. Kugeln formen
    Forme kleine Kugeln (ungefähr walnussgroß) mit deinen Händen. Die Kugeln sollten nicht zu groß werden, damit sie später gut durchtrocknen.
     
  6. Schnell trocknen lassen
    Lege die fertigen Samenbomben an einen trockenen Ort und lass sie möglichst schnell trocknen. Das ist wichtig, damit die Samen nicht schon vorher zu keimen beginnen. Du kannst sie zum Beispiel auch bei max. 35 °C (Umluft) im Backrohr trocknen (Wichtig: nicht zu heiß, da dies die Keimfähigkeit der Samen einschränkt!). Die Samenbomben im Anschluss trocken lagern.
So geht’s
So geht’s

Anwendung

Sobald deine Samenbomben trocken sind, kannst du sie im Garten oder auf passenden freien Flächen in der Natur oder auch im städtischen Raum verwenden. Lege sie einfach hin oder wirf sie aus – der nächste Regen hilft beim Keimen.
 

Wir wünschen viel Spaß und einen bunten Sommer voller Blüten!

Anwendung