Adventgeschichten von Aigolino

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt.

Der Schnee hat den Böhmerwald in ein vorweihnachtliches Winterwunderland verwandelt. Wir lieben diese Jahreszeit und laden unsere Gäste ein, wieder ein wenig Kind zu sein und gemeinsam mit uns den Zauber der Weihnachtszeit zu entdecken. Und was gehört dazu? Natürlich Kekse backen mit den Kindern, Adventgeschichten vorlesen, den ersten Schnee unter den Füßen knirschen hören und gemeinsam Zeit verbringen. Aigolino erzählt hier deshalb an allen vier Adventsonntagen eine Adventgeschichte, zum Vorlesen für zuhause, zum Träumen und zum wieder Kind sein.

Advent- & Weihnachts-Tipps

Aigolino und der Nikolo

Der kleine Dino Aigolino ist heute schon besonders lange auf den Beinen. Als er gestern im Kinderclub zu Besuch war, erzählten ihm die Kinder vom Nikolo. Von seinem langen Bart, der Bischofsmütze auf dem Kopf, seinem Mantel und dem Bischofsstab in seiner Hand.


Am interessantesten war der Teil von den Mandarinen, den Nüssen und der Schokolade, die der Nikolo am Morgen seines Besuchs in den Stiefeln der Kinder versteckt. Aigolino konnte es kaum erwarten, selbst ein Mitbringsel vom Nikolo zu bekommen. 


Da fiel ihm plötzlich ein, dass er ein Dino war. Und dass Dinos für gewöhnlich keine Schuhe tragen. Nie. Nicht im Winter und schon gar nicht im Sommer. So hat er sich also die halbe Nacht, den Kopf über dieses Problem zerbrochen, bis ihm eine Idee einfiel. Ihm blieb nichts anderes übrig, als sich auf die Suche nach dem passenden Paar Schuhe zu machen.


Seither sind schon Stunden vergangen und es ist zum Haare raufen. Den ganzen Tag lang hat er einen Schuh nach dem anderen probiert, doch keiner davon hat gepasst. Niemand im ganzen Haus schien seine Größe zu haben. Das machte den kleinen Dino sehr traurig.  Er ist sich sicher, dass ihn der Niko morgen vergessen wird. Schluchzend legt er sich abends also ins Bett und schläft ein.


Am nächsten Morgen dann traut er seinen Augen nicht. Steht da doch tatsächlich ein Paar riesiger roter Stiefel, voll mit Mandarinen, Nüssen und einem Schokonikolo darin.
Von nun an ist klar, dass der Nikolo niemanden vergisst. Selbst kleine Dinos ohne, passenden Schuhen nicht.

Aigolino und der Nikolo

Aigolino und die Keksbackstube

Das Schönste an der Weihnachtszeit sind die Backstunden im Kinderclub. Denn wenn der Duft nach frisch gebackenen Keksen durchs Hotel weht, kann Aigolino es kaum erwarten von den Plätzchen zu naschen. Tag für Tag wartet er auf diesen Programmpunkt. Heute ist es endlich so weit. Aigo´s Backstube hat geöffnet und der kleine Dino, saust gleich nach dem Frühstück los in den Kinderclub. 
Bei seinem Ankommen ist schon viel los. Ein Haufen Kinder, manche ganz klein, andere schon größer, stehen bereits am Küchenblock. Sie binden sich die Schürzen um die Hüften und lauschen den Worten der Betreuer. Dann geht's ans Teig kneten. 
Mehl, Eier dazu noch etwas Zucker und Berge von Butter.  Danach wird alles mit den Händen vermengt und geknetet. Aigolino will nicht länger nur zusehen, wie die Kinder den Teig vorbereiten und beschließt ihnen zu helfen. Also fasst er mit seinen riesigen, flauschigen Händen in die Schüssel und knetet den Teigklotz darin. Das macht unendlich viel Spaß!
Beim Ausstechen der Plätzchen muss Aigolino zuschauen. Leider sind die Ausstecher zu klein für seine riesigen Dinohände. Doch Aigolino findet, dass die Kinder ihre Arbeit sehr gut machen. Je länger sie die Plätzchen ausstechen, desto lauter knurrt der Magen des Dinos. Doch ehe sie sich versehen, sind die Kekse im Ofen und bald werden sie fertig sein. Die Wartezeit verbringt Aigolino damit, den Kindern eine ulkige Weihnachtsgeschichte nach der anderen zu erzählen und sich dabei, den Keksteig von den Fingern zu naschen. 
So verfliegt die Zeit im Nu an ihnen vorbei und schon steht ein Teller voll leckerer, bunter Kekse auf dem Tisch. Dazu gibt's Kakao. Am Ende trällern sie noch alle gemeinsam ein Weihnachtslied. Und der kleine Dino Aigolino kann es kaum erwarten, bis wieder „Aigo´s Backstube“ auf dem Plan steht. 

 

Aigolino und die Keksbackstube

Der weihnachtliche Besucher

Wusstet ihr, dass im Aigo, jedes Jahr um dieselbe Zeit ein neuer Mitbewohner auf Zeit einzieht? Nicht? Jedes Jahr in der Weihnachtszeit kommt ein ganz besonderer Besucher ins Hotel. Er ist nicht groß, sogar winzig klein, wenn man so will. Und er ist kein Hotelgast, er geht weder in den Wellnessbereich, noch schlürft er Kaffee im Restaurant. Der winzig kleine Besucher ist ein Wichtel. Jedoch kein gewöhnlicher, man nennt ihn einen Weihnachtswichtel. Jeder Wichtel seiner Art, sucht sich zu dieser Jahreszeit einen Lieblingsort, ein Haus mit besonderen Menschen. Er zieht dort ein und sorgt für den notwendigen Weihnachtszauber.
Willy Wichtel liebt es zur Weihnachtszeit ins Hotel zu kommen. Dort duftet es nach Keksen, man hört ständig Kindergetrappel und den Klang von falsch geträllerten Weihnachtsliedern. Am meisten freut er sich auf seinen Freund, Aigolino und seine Freundin Aigolina.
Auf eine ausgelassene Schneeballschlacht mit den beiden und das Schlittenfahren mit den Kindern. Er freut sich auf Kekskrümel, heiße Schokolade am Kamin und darauf den ersten Schnee fallen zu sehen. Der kleine Wichtel sitzt vor dem glitzernden Weihnachtsbaum, streckt die Beine von sich und erfreut sich an den Gästen, die nach und nach anreisen, um gemeinsam mit ihm ein zauberhaftes Weihnachtsfest im Aigo zu feiern.
Einen Tag nach Weihnachten verabschiedet sich der Wichtel wieder. Dann geht er nachhause, erzeugt jede Menge Weihnachtszauber und wartet aufs nächste Jahr.  

Der weihnachtliche Besucher

Aigolino und der Weihnachtswunsch

Seit Wochen steht Aigolino früh morgens auf, geht vor die Tür und blickt in den Himmel hoch. Er streckt die Nase in die Höhe und riecht nach dem Schnee. Er wartet darauf, dass es endlich schneit, nur eine bisschen Schnee, mehr wünscht er sich nicht. Damit er Schlitten fahren kann, einen Schneemann bauen oder die Kinder mit Schneebällen bewerfen.
Doch nichts geschieht. Im Garten ist es grün und der Himmel ist klar. Wieder ein Tag, den er ohne, dem Spaß im Schnee verbringen wird. Traurig macht er sich auf den Weg in den Kinderclub. Dort wurde er bis jetzt immer aufgeheitert. Als er sich zu den Kindern an den Tisch setzt, erzählen sie ihm von dem Wunschzettel, den sie schreiben. Ein bunt verziertes Blatt Papier mit all ihren Weihnachtswünschen. 
Da hat Aigolino eine Idee. Wenn er seinen Wunsch nach dem Schnee aufschreiben würde und den Brief wunderschön verzieren würde, wird er vielleicht doch noch wahr. Also macht er sich an die Arbeit. Er schreibt, malt, streut Glitzer und schneidet Sterne aus. Am Ende steckt er den Brief für´s Christkind in ein Kuvert und hofft, dass sich sein Wunsch erfüllt. 
Ein paar Tage nachdem die Briefe abgeschickt worden sind, kann der kleine Dino es kaum glauben. Er geht vor die Türe und steckt bis zu den Knien im Schnee. Wunderschöner weißer Pulverschnee, der perfekt für den geplanten Winterspaß ist. Aigolino freut sich, holt die Kinder, packt die Schlitten aus und zusammen verbringen sie einen tollen Wintertag.

Aigolino und der Weihnachtswunsch